Donnerstag, 19. September 2013

Ein Kurzurlaub auf dem Lande mit selbstgemachter Brennesselbutter und Zwetschgentarte


 

Ein Teil von Caramelja, nämlich ich Melanie, besucht ein paar Mal im Jahr ihre Mutter auf dem Lande. Das schöne Örtchen in dem sie wohnt heißt Alme und liegt in der Nähe von Brilon im Hochsauerlandkreis. Der Bus fährt wenn man Glück hat und das einzige Geschäft im Ort verkauft Blumen. Da weder Kino noch Bars für Ablenkung sorgen können, kann ich hier einfach nur die Natur genießen ...

 


Eine besondere Attraktion sind die Almequellen, das größte Quellgebiet im Sauerland. Überall sprudelt das frische Wasser aus dem Boden. Nicht nur ein Paradies für Enten, sondern auch für Kinder. Das flache Wasser ist zwar sehr kalt, aber mit ein paar Gummistiefeln an den Füßen lassen sich prima Dämme bauen und Fische fangen - gut, letzteres nur mit einer großen Portion Glück.
Hier habe ich auch die Brennesseln für meine Butter gesammelt-garantiert Natur pur. Das Rezept dazu kommt gleich, erst folgen noch ein paar Fotos...

 

 
 


Rezept für die Brennesselbutter:



 




Viele der dortigen Einwohner haben kleine Gemüsegärten, in denen aber auch wunderschöne Blumen wachsen. Auch wenn ich selber das Glück habe, in der Stadt einen großen Garten mein eigen nennen zu dürfen, schiele ich doch immer wieder voller Neid auf eine solche Pracht.




 

 





Zufällig hatte ich die neue Ausgabe der "Landlust" im Gepäck und fand dort eine tolle Idee zur Verarbeitung von Vogelbeeren. Die rotleuchtende Frucht wird auf einem roten Faden aufgezogen. Die kleinen Ketten können z.B. als Serviettenring benutz werden. Ich finde, es sieht toll aus...


 


...und der Kater war auch begeistert.
Es gibt aber auch noch viele andere Materialien, die sich sehr gut zum dekorieren eignen...

 
 

Beim Pflücken hatten wir Besuch, allerdings hier an einem Schleenbusch. Leider waren die Früchte noch nicht reif, denn die Beeren brauchen Frost, um ihre Süße entwickeln zu können. Ich hoffe, bis zu meinem nächsten Besuch im Oktober bleiben für mich noch welche übrig, denn ich würde gerne Marmelade daraus machen. Natürlich werde ich Euch dann berichten...

 
 

Im Anschluss gab es zuhause eine selbstgebackenen Pflaumentarte mit Guss. Die hatten wir natürlich vorab gebacken, denn leider gibt es auch hier keine Zauberwesen...obwohl es manchmal so scheint...



 

 

mit einem solchen Entsteiner sind die Früchte ruck zuck vorbereitet und brauchen nur noch in die Form gelegt zu werden.

 



Alme besitz sogar ein Wasserschlösschen - sehr idyllisch und romantisch... 

Eine kurze geschichtliche Erläuterung:
Die Geschichte des Schlosses Alme (ehemalige Burg Niederalme) ist eng mit der Burg Oberalme (heutiges Gut Haus Tinne) verknüpft. 1325 wurde die Burg Oberalme erbaut. Zu dieser Zeit gehörte der Archidiakonatsbereich Hallinghausen mit Alme politisch zum kölnischen Herzogtum Westfalen, kirchlich aber zur Diözese Paderborn.
Die Herren von Thülen verkauften 1428 ihr Haus und Steinwerk in Niederalme mit allen dazugehörigen Gütern an Godert von Meschede. Zwei Jahre später, 1430, überließ Erzbischof Dietrich von Köln seinem Gefolgsmann Godert von Meschede das Gut Tinne als „wüste Hofstätte“.
1493 kam es erstmals zur Unterscheidung zwischen den beiden Häusern zu Ober- und Niederalme, die jedoch beide den Vettern Gerd und Heinrich von Meschede als gemeinsamer Besitz gehörten. Der Bau der Burg Niederalme durch Gerhard von Meschede erfolgte dann 1506. Im Rahmen einer Erbauseinandersetzung kam es im Jahr 1589 zur Teilung des Besitzes.
Später konnte Wilhelm Rötger von Meschede die beide Rittersitze wieder vereinigen. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ließ Dietrich Adam von Meschede (Sohn von Wilhelm Rötger) das heutige barocke Wasserschloss Alme auf dem Besitz der alten Niederalmer Burg errichten. Die Front zur Südseite trägt neben dem Allianzwappen Meschede und Bruch die Jahreszahl 1744.[1] Ältere Bauteile der Burg wurden beim Bau des Schlosses mit einbezogen. 1912 gelangte das Schloss nach mehrfachem Besitzerwechsel in den Besitz der Grafen von Spee. (Quelle: Wikipedia)
Die Almer sind sehr stolz auf die historische Bedeutung und das noch eine echter Graf dort wohnt...

 


Den Tag haben wir auf der Terasse ausklingen lassen und den Sonnenuntergang bewundert...



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